"Windkönig"
Das Ende der Entstehungsgeschichte und der Beginn der großen Saga um den Wächter von Bochum.
Für Kinder ab 12 Jahren.
A: Markus Schönrock, Heinrich Heikamp, Erwin Beitelmann, Thorsten Wilts
Z: Robert Günther, Enrique Ruiz Jordan
T: Iris N. Inge, Tanja Diemke
L: Martin Schlierkamp
K: Michaela Diemke
A 4, SC, 36 Seiten, s/w, geheftet, farbiger Umschlag, Crago-Verlag 2003, ISBN 3-937440-09-7
Rezension:
“Windkönig” ist eine der wenigen deutschen Superhelden-Reihen, deren Vorbilder zwar die gängigen US-Titel sind, die sich aber insofern loslösen konnten, indem sie die Geschichten vor tatsächlich existierenden – deutschen - Kulissen ansiedeln und auf Amerikanismen verzichten.
Die Leser, daran gewöhnt, alle Jubeljahre wieder etwas von ihrem Helden zu hören, wurden diesmal überrascht, denn seit dem letzten Band vergingen nur wenige Monate. Grund hierfür sind ein eingespieltes, zuverlässiges Zeichner-Team, das abwechselnd an der Serie arbeitet, und die Verlagerung des Titels zum Crago-Verlag.
In “Kampf am Kemnader See” bekommt es der Titelheld mit den Handlangern seines Erzfeindes Fuchs zu tun. Interessanter als der Kampf selbst ist der kurze Blick ins Privatleben Windkönigs, dessen Familie nichts von seiner Geheimidentität ahnt. Eine Ehekrise bahnt sich an...
“Maskerade” erzählt von einem Windkönig, der die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Was ist sein Geheimnis?
Die beiden Comic-Geschichten wurden von Iris N. Inge und Robert Günther gemäß der Ideen von Markus T. Schönrock, J. Heinrich Heikamp und Thorsten Wilts zeichnerisch umgesetzt. Als kleines Bonbon findet man Pin-ups zweier Charaktere.
Sicherlich darf man “Windkönig” nicht mit einer kommerziellen Comic-Serie vergleichen, doch mit diesem dritten Band beweisen die Macher, dass sie zäh sind und der Crago-Verlag vielleicht schon bald in einem Atemzug mit anderen Verlagen wie Schwarzer Turm, Gringo Comics etc. genannt werden könnte. (Irene Salzmann)